Weingut erhält den Staatsehrenpreis

vom 02.11.2010

Fotos: Heibel

Am 30. Oktober 2010 erhielt unser Weingut bei der Landesweinprämierung im Kloster Eberbach bereits zum fünften mal den Staatsehrenpreis in der Kategorie "Betriebsgröße zehn bis 18 Hektar"
Es ist schon etwas Besonderes, wenn man im berühmten Kloster Eberbach von der Landwirtschaftsministerin den Staatsehrenpreis überreicht bekommt. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, es war im Jahr 2003 ....

Klaus Molitor mit Familie (links sein ebenfalls prämierter Cousin Stefan Molitor mit Partnerin)
Klaus Molitor mit Familie (links sein ebenfalls prämierter Cousin Stefan Molitor mit Partnerin)

ich war so aufgeregt, dass ich am ganzen Körper zitterte. Als ich dies, meiner Frau erzählte, sagte sie, dass nicht nur ich, sondern dass das ganze Rednerpult gezittert hat. Heute, bin ich wohl immer noch sehr aufgeregt, aber ich denke, dass mittlerweile nicht die Aufregung, sondern die Freude über dieser Ehrung im Mittelpunkt steht.
Wer sich auch ganz besonders mit mir freut, sind meine Frau, meine Kinder, meine Eltern und alle Mitarbeiter, denen ich heute ein herzliches Dankeschön sagen möchte.
Wenn meine Kinder bei mir sind, dann weiß ich wofür ich das alles mache. So freut es mich besonders, wenn unser 10 Jähriger Sohn Rene, mich bei meiner Arbeit unterstützt.
Mittlerweile kann er die Maschinen besser bedienen als seine Mutter, und er ist stolz drauf
Unser 5 Jähriger Marco ist mehr für den Vertrieb unserer Weine zuständig und bedient besonders gerne unsere Stammkunden.

Bei der anschließenden Weinprobe
Bei der anschließenden Weinprobe

Verantwortlich für den fünften Staatsehrenpreis waren 18 Gold-, 5 Silbermedaillen und meine Frau, die mich täglich unterstützt, mir den Rücken frei hält, für die wichtigen Dinge im Weingut.

Die Steillage Rüdesheimer Berg Schlossberg" macht uns jedes Jahr große Mühe, aber Dank der Erfahrung meines Vaters, ernten wir dort immer einen guten Tropfen.
Mittlerweile ist der Wein sogar wegen seiner Mineralität, einer meiner Lieblingsweine.
1965 Pflanzte mein "Aulhauser Opa "genannt de DICKE Toni" den Weinberg,
hätte er von der teilweisen sinnlosen Bürokratie heutzutage geahnt, würde er sich heute noch im Grab rumdrehen !
An dieser Stelle möchte ich auch ein Dank sagen an alle Prüfer der Landesweinprämierung die die Qualitäten unserer Weine mit Ihren Sinnen erkannt haben. Diese Anerkennung ist für mich ein weiterer Ansporn, auch in der Zukunft mein Bestes zu geben.
Nicht verheimlichen möchte ich, dass ich sehr stolz auf diese Ehrung bin. Ich freue mich, wie andere Winzerkollegen auch, die in den vergangenen oder kommenden Jahren ausgezeichnet werden, zeigen zu können, dass im Rheingau jedes Jahr hervorragende Weine wachsen und jeder Winzer sich bemüht, seinen Teil zur Bekanntheit des Rheingauer Weins bei zu tragen. Denn wir sitzen alle in einem Boot.

Ein Bericht von Klaus Molitor

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